Thüringen ist geprägt durch einen Vielzahl kleiner Residenzstädte, die alle ihr Schloss und oft auch die entsprechenden Theater und Museen haben. Die vielen Schlösser sind dadurch entstanden, dass lange Zeit in Thüringen beim Tod eines Herrschers, das Land nicht wie anderswo an den ältesten Sohn vererbt sondern unter allen Söhnen aufgeteilt wurde. So wurde auch in Gotha 1640 das Schloss Friedensstein gebaut, als Ernst I. (später Ernst dem Frommen genannt) eine Residenz brauchte. Mitten im Dreißigjährigen Krieg entstand die größte frühbarocken Schlossanlage Deutschlands.
Die dort erhaltenen Sammlungen sind etwas Besonderes und übersteigen die Bedeutung der üblichen Thüringer Residenzmuseen. Zu sehen sind u.a. altdeutsche und niederländische Gemälde, Plastiken des Mittelalters und des Klassizismus, eine Antiken- und Ägyptensammlung, ein bedeutendes Münzkabinett und vieles mehr. Berühmt ist u.a. das hier ausgestellte Bild „Das Gothaer Liebespaar“. Außerdem kann man das historische Ekhoftheater besichtigen oder in der Forschungsbibliothek alte Bücherschinken studieren.
Die Gothaer Herzöge wurden in der Geschichte aber nicht nur durch ihre Bauwerke, ihre guten Taten, wie die erstmalige Einführung der allgemeinen Schulpflicht, und ihre Sammlungen berühmt. Das Gothaer Haus galt im 19. Jahrhundert als Gestüt Europas, heirateten sie doch in alle bedeutenden Herrscherhäuser Europas ein. Auch die englischen Windsors und der belgische König stammen aus diesem Haus.
Jedes Jahr am letzten Augustwochenende findet im Schloss Friedensstein das Barockfest statt. Anders als in Thüringen üblich besteht dieses Fest nicht nur aus Bierstand, Bratwurstrost und Karussell. In historischen Kostümen wird im Schloss das Leben im 17. und 18 Jahrhundert nachempfunden. Dazu finden ständig Führungen in den Ausstellungen und kleine Vorstellungen im Theater statt. Am Sonnabend gibt es ein abendliches Barockkonzert mit der Thüringen-Philharmonie und einem anschließenden Feuerwerk. Zu dem Fest kommen Besucher von weit her und sogar manche aus Gotha selbst.
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Dies ist ein völlig subjektiver Thüringenblog. Nichts ist wahr oder höchstens ein bißchen.
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Montag, 30. August 2010
Dienstag, 10. August 2010
Bratwursthauptstadt Holzhausen
Angeblich wurde in Holzhausen die Thüringer Bratwurst erfunden. Deshalb gibt es in dem ansonsten völlig normalen und am Fuße der Wachsenburg bei Erfurt und Arnstadt sogar schön gelegenem Dorf ein eigenes Bratwurstmuseum und auf dem einzigen Kreisverkehr eine überdimensionale Bratwurstplastik.
Dazu findet jedes Jahr eine Bratwurstiade statt, wo allerlei mehr oder weniger lustig Spiele rund um die Bratwurst aufgeführt werden. Das Thüringer Volksgut treibt schon seltsame Blüten. Aber erstaunlicherweise funktioniert es und zieht wirklich Gäste in das Dorf.
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